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Wir
laden Sie herzlich ein zum “Endgame” der Stadtgalerie vor
dem Umzug in die neuen Räume!
Bob Gramsma: “Density Change”
Adela Picon: “La Venta”
Vernissage: Fr 30.August 19h
Ausstellung: Fr 30.August - Sa 5.Oktober 2002
Bob
Gramsma (*1963, NL/Zürich), der vor kurzem das New Yorker
PS 1-Stipendium 2002 gewonnen hat, beeindruckt immer wieder mit seiner
Fähigkeit, festgefügte Raumordnungen zu unterwandern. In seinen
verrückten Szenerien scheinen die BesucherInnen die Orientierung
zu verlieren und in eine Weite abzugleiten, wo räumliche und intellektuelle
Ausrichtungen sich überlagern. So inszenierte er im Gemeinschaftsprojekt
"Denn sie wissen nicht was sie tun" zusammen mit Christoph
Büchel im Kunstmuseum Moutier eine Landschaft aus umgekippten Autokarossen,
die wie hilflose Schildkröten eng nebeneinander lagen. Die BesucherInnen
konnten auf den rutschigen Unterseiten der Autos umherwandern oder in
ihre Eingeweide eintauchen. Im Kunstraum Walcheturm in Zürich legte
Bob Gramsma verborgene Durchgänge frei und liess das Publikum durch
den Notausgang eines eingebauten steckengebliebenen Liftes steigen.
Auch in seiner Installation "Density Change" in der Stadtgalerie
bleibt der Ausgang ungewiss: Bob Gramsma führt die BesucherInnen
durch einen Lüftungskanal, der sich wie eine Raupe durch die unterirdischen
Räume der Stadtgalerie windet. Am Ende des Tunnels bringt der Künstler
den Staub der Kellerräume ein letztes Mal zum Knistern...
Adela Picon (*1958 in Barcelona) lebt seit zehn Jahren
in Bern und hat als Malerin und Performance- und Installationskünstlerin
auf sich aufmerksam gemacht. Mit ihrer Installation "La Venta"
nimmt sie Bezug auf die Dokumentationsstelle der Stadtgalerie, die in
den vergangenen zwei Jahren im "Pool-Position"-Raum der Stadtgalerie
ihren Platz hatte. Die Regale mit den Künstlerdokumentationen sind
verschwunden, stattdessen erscheint die Künstlerin auf einer Projektionsleinwand
und bietet Werke von Berner Kunstschaffenden zum Verkauf an. Adela Picon
dreht die Rollen um: Sie ist nicht nur Künstlerin, sondern auch
Kunstkritkerin und Verkäuferin. Die Künstlerin hat 36 KünstlerInnen
aus der Doku-Sammlung ausgewählt, persönlich interviewt und
um eine Abbildung eines Werks gebeten. Die Werke erscheinen in einer
Diashow, die begleitend zum Verkaufsvideo läuft. Die Künstlerin
beschreibt und analysiert die Werke ausführlich in ihrer Muttersprache
Spanisch, nennt den Mindestpreis und fordert die BetrachterInnen auf,
mitzubieten. In den deutschen Untertiteln werden lediglich kurze Angaben
zu AutorIn, Titel, Technik und Preis gemacht. Das Missverständnis
ist einkalkuliert: nur wer die spanische Sprache versteht und Insider
der Berner Kunstszene ist, erkennt, ob die gezeigten Werke mit den auf
dem Video beschriebenen übereinstimmen. Obwohl die Auktion auf
einer virtuellen Ebene abläuft, besteht für die BesucherInnen
die Möglichkeit, schriftlich einen Kaufpreis zu bieten. Wer bietet
mit?
Beate
Engel
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Offen: Mi/Fr 16-18.30 h , Do 16h-20h, Sa/So 13h-16h
Ort: Stadtgalerie Bern, Rathausgasse 22, Tel/Fax 031 311 43 35
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