Eröffnung am Freitag, 9. August 2002


Stadtgalerie Bern: 18 h, Rathausgasse 22
Sandro Alberti
Chantal Hoefs / Christine Zürcher
Andrea Nyffeler


Kabinett: 18.45 h Gerechtigkeitsgasse 72 - 74
Vanessa Marangoni / Eva Ruch


Galerie Francesca Pia: 19.15 h Münstergasse 6
Lydia MoestÖffnungszeiten: Di / Mi / Fr 16 – 18.30h, Do 18 – 20h, Sa 13 – 16h


Dauer der Ausstellungen: 10. – 16. August 2002


Die diesjährige Abschlusspräsentation des 3. und 4. Studienjahres erfolgt zu einem Zeitpunkt des Übergangs, der Neuorientierung: Soeben ist der höchst erfreuliche Bericht der Eidgenössischen ExpertInnenkommission für die Anerkennung kantonaler Fachhochschuldiplome bei uns eingetroffen, so dass der nationalen Anerkennung des Berner Studiengangs nichts mehr im Wege stehen sollte. Und in einem Jahr bereits, im Herbst 2003, wird aus dem Zusammenschluss der HGKK mit der Hochschule für Musik und Theater die erste "Hochschule der Künste" der Schweiz (HKB) hervorgegangen sein.
Die einzelnen Positionen der jungen Künstlerinnen und Künstler widerspiegeln die weiterhin aktuelle Vielfalt künstlerischer Praktiken, wie sie im Berner Studiengang gefördert und vertieft wird.


Sandro Alberti (* 1967) nimmt in seiner rotierenden Videoinstallation die bildliche und akustische Versprechung in den Trailern von News-Kanälen aus aller Welt auf, übersteigert ihre Wirkung und dekonstruiert sie. Was haben wir von massenmedialem Infotainment noch zu erwarten, von den Börsendaten, die am Bildschirm vorüberziehen?


Chantal Hoefs (* 1974) und Christine Schütz (* 1972) verbinden die beiden mehrteiligen Videoprojektionen "Leuchtbaum" (2002) und "Blasius" (2001 / 2002) mit der Plastik des Leuchtbaums zu einer beziehungsreichen Rauminstallation. In ihren Ansätzen zu Geschichten bricht Mythologisches unvermittelt wieder in einen urbanen Alltag ein.


Andrea Nyffeler (* 1969) zeigt nach einer Reihe von grossformatigen Acryl-Malereien auf Packpapierbahnen erstmals eine bewusst heterogene Gruppe von eher rasch gemalten Ölbildern in verschiedenen Formaten, auf unterschiedlichen Trägern. Die wechselnden Bildkörper nehmen Gruppen von Torsi auf, so verletzlich wie die Körper selbst.


Vanessa Marangoni (* 1980) und Eva Ruch (* 1976) bauen im "Kabinett" einen Raum, der an die Grenzen der realen Raumerfahrung geht. "Zerfällt ein Raum aufgrund durchschreitbarer Grenzen in keinen Raum mehr? Wird er zum zerfallenden Raum? Wann hat eine Person einen Raum betreten und ist dadurch selber zum Raum geworden? Wann ist ein Raum nicht mehr Architektur?"


Lydia Moest (* 1973) erfüllt die Galerie Francesca Pia mit einem grellen Zukunftslicht, welches die bestehende Beleuchtung des Raumes bei weitem überstrahlt. In einem Lichtfluss, der sich aus der hinteren Ecke hinaus auf die Strasse ergiesst, wird die Architektur zu einer Blase allerhöchster Sichtbarkeit und damit zum fremden Ort: "Hawaii 2012".



Sandro Alberti, NEWSROOM, DVD, 2002


Sandro Alberti, Allegretto, DVD, 2002


Chantal Hoefs / Christine Zürcher, Blasius, Videoprojektion (2001 / 2002)


Andrea Nyffeler, Himbeerhand 2002 Oel / Graphit auf Packpapier

 

Offen: Mi/Fr 16-18.30 h , Do 16h-20h, Sa/So 13h-16h

Ort: Stadtgalerie Bern, Rathausgasse 22, Tel/Fax 031 311 43 35